Von der SD-Karte ins Datengrab

Seit einiger Zeit bemerke ich, dass mich das Fotografieren und Bearbeiten alleine nicht mehr befriedigt. Es fehlt was. Der kreative Prozess(puh – etwas das ich nie schreiben oder sagen wollte) fühlt sich nicht beendet an. Endet denn dieser Prozess wirklich mit dem Speichern der fertig entwickelten JPEGs in den Blöcken meiner Festplatten? Wenn ja, was dann? Lagern die Bilder einfach in diesem Massendatengrab? Soll das wirklich alles gewesen sein?
Mir reicht das nicht mehr und so habe ich mir vorgenommen meine fertigen Bilder von nun an zu drucken. In welcher Form ich diese drucken werde oder drucken lasse, möchte ich situationsbedingt entscheiden.

Fotobücher

Nach dem diesjährigen Sommerurlaub, habe ich beispielsweise ein Fotobuch erstellt. Die Arbeit an dem Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn die Software vom Anbieter sehr einfach in der Handhabung ist, hat die Gestaltung einige Zeit in Anspruch genommen. Es gab so viele Varianten die ich ausprobiert habe, bis ich wirklich zufrieden war. Das beste daran, es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Als dann das fertige Ergebnis geliefert wurde, war ich wirklich Stolz. Der Druck verlieh den Bildern meiner Meinung nach eine weitere Dimension, die auf dem Bildschrim meines Computers/Handy fehlt.

Fotobuch mit meinen Valencia Fotos

Online drucken lassen

Fotopapier mit Metallic-Effekt

Ein paar Wochen nachdem das Fotobuch fertig war, besuchte ich mit meiner Freundin zwei Freunde von uns. Wie das so ist, wenn wir uns treffen, habe ich schnell mit meinem Kumpel Sven über Fotografie geredet. Nebenbei zeigte er mir ein paar Musterbilder auf verschiedenen Papieren. Unter anderem ein Metallic-Papier hatte es mir sehr angetan. Ich wusste direkt welches Foto ich auf diesem Bild drucken lassen würde. Der Gedanke ließ mich nicht locker und so gab ich am selben Abend noch den Auftrag für den Druck. Als das fertige Foto wenige Tage später zu Hause ankam, war ich wieder absolut begeistert.

Selber drucken

Mein erster eigener Druck

Nun, da meine Faszination für das Thema Druck geweckt war, wollte ich noch einen Schritt weiter gehen. Zum ersten Mal ein Bild selber drucken. Immerhin hat mein consumer Drucker der Marke Canon diesen lustigen fine Art Aufkleber. Ein Aufkleber der doch wohl für Qulität stehen muss!? Wie passend, dass ich noch ein Musterpakt mit Fotopapieren der Firma Hahnemühle hatte. Das Musterpaket war bei einer der Kwerboxen dabei gewesen, die ich vom Kwerfeldein Magazin gekauft hatte. So ging ich motiviert und nervös zugleich ans Werk. Nachdem der Druck fertig war, machte sich erstmal Ernüchterung breit. Der Druck war miserabel. Obwohl mir klar war, dass der Drucker nur ein Consumer Drucker ist, habe ich ein besseres Ergebnis erwartet. Nach ein Paar nicht jugendfreien Flüchen habe ich dann die Einstellungen des Drucker geprüft. Warum auch immer, war in den Erweiterteten Einstellungen die Qulität auf Entwurf eingestellt. Dort änderte ich die Qualität auf „Fein“ und versuchte mein Glück erneut. Der neue Druck war um einiges besser. Für einen Consomer Drucker hat er seine Aufgabe wirklich gut gemacht. Die Qualität kommt zwar immer noch nicht an fine Art Drucken heran, hat mich aber trotzdem überzeugt.

Fazit

Ich habe mir ab jetzt fest vorgenommen, jedes Jahr ein Fotobuch zu erstellen, in dem ich meine für mich besten Fotos des Jahres drucken möchte. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Sven! Er macht dies schon seit einigen Jahren und hat mich auf die gleiche Idee gebracht. Ein paar wenige Bilder pro Jahr möchte ich zusätzlich selber drucken und über meinem Schreibtisch aufhängen.