Fotografiehack: Lichterkette im Fotorucksack

Moin Moin,

ich sitze gerade im Frankfurter Flughafen und warte auf meinem Flug nach Venedig. Wie immer bin ich viel zu früh losgefahren. Denn, immer wenn ich reise, macht sich in mir ein bisschen Panik breit.

Was ist, wenn der Zug ausfällt oder die Strecke gesperrt ist? Was ist, wenn der Security Check zu lange dauert? Bin ich früh genug für die Gepäckaufgabe da?

Da ich beruflich jeden Tag zwischen Köln und Bonn pendel, habe ich schon so einiges mitgemacht. Ich durfte viele schlechte Erfahrungen machen, für die mal die Deutsche Bahn und ganz oft äußere Umstände, wie z.B. Kinder in Gleisnähe schuld waren. Ich bin also mit der Zeit vorsichtiger geworden.
Um meinen Flug nicht zu verpassen bin ich also sehr früh los gefahren (die DB war pünktlich und fuhr ohne Probleme) und habe nun genug Zeit, um diesen Beitrag zu schreiben.

Der Hack und seine Vorteile

Da ich oft und gerne Langzeitbelichtungen mache und auch interessiert an der Astrofotografie bin, habe ich vor einem Jahr eine batteriebetriebene Lichterkette in meinem Fotorucksack angebracht. Das Ganze geht sehr einfach: man legt die Lichterkette einfach entlang den Fächern und fixiert sie, in dem man das Kabel mit dem Klettverschluss befestigt. Dieser „Fotografiehack“ funktioniert ganz gut. Die kleine Lichterkette liefert ausreichend Licht, um selbst in der stockfinsteren Eifel bei Neumond zielstrebig zu finden, was man sucht. Der ganze Hack ist auch noch sehr günstig, so habe ich in einem Bastelladen für meine Lichterkette gerade mal 4€ gezahlt (inklusive zwei AA Batterien). Die Batterien halten auch sehr lang, in dem ganzen Jahr habe ich sie noch nicht ersetzen müssen. Dennoch werde ich sie aus ökologischen Gründen gegen Akkus austauschen. Den Hack könnte ich also ohne Bedenken weiterempfehlen, wäre da nicht ein kleiner Haken.

Nachteile

Lichterketten mit so dünnen Kabeln stören beim Security Check-In. In den Scannern ist nicht einwandfrei zu erkennen, um was für einen Gegenstand es sich handelt. Gerade die dünnen Kabel können die Mitarbeiter schnell in Alarmbereitschaft versetzen. Aus dem Grund sollte man die Lichterkette vor jedem Flug wieder „abbauen“ und gesondert in den Korb legen. Dieser Handgriff nervt zwar, schauen einem doch alle Wartenden über die Schulter, macht aber dem Personal die Arbeit viel einfacher.

Fazit

Für mich fliegt die Lichterkette raus. Der Vorteil dieses Hacks ist mir persönlich zu schwach. Bei meinem Astro-Trip mit Steve habe ich eine Taschenlampe eingepackt und in der blauen Stunde reicht das Umgebungslicht aus. Des Weiteren kenne ich meine Aufteilung im Rucksack inzwischen aus dem FF, bzw. erkenne meine Objektive schon durchs Tasten.