Venedig – Part 3

Reiesebericht Teil 3 – Die Inseln Murano und Burano

Wie angekündigt möchte ich in diesem Teil auf die beiden Inselgruppen Murano und Burano in der Lagune von Venedig eingehen.

Burano

Die Inselgruppe Burano besteht aus vier Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Bekanntheit erlangte diese Inselgruppe im 16. Jahrhundert für ihre besonderen Spitzenstickereien. Heute ist Burano vor allem für seine vielen bunten Häuser und dem schiefen Campanile (Glockenturm) bekannt.  Dienstags, an unserem vierten Tag in der Lagune, haben wir einen Tagesausflug nach Burano gemacht. Da wir wussten, dass der Besucheransturm groß sein wird, haben wir uns entschieden, schon gegen 07:00 Uhr in Richtung Anleger Fondamente Nova zu gehen. Mit der Vaporetto Linie 12 erreicht man den Anleger von Burano in ungefähr einer halben Stunde. Die meisten an Bord, so auch einer meiner Begleiter und ich, haben die Fahrt genutzt um im Sitz etwas zu dösen. Am Anleger von Burano sind wir mit einer kleinen Gruppe Fotografen ausgestiegen. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, die Insel war zum Glück noch nicht so überlaufen und so hatten wir die Chance, in Ruhe die vielen bunten Häuser auf uns wirken zu lassen. Nach einer kurzen Kaffeepause im Stammlokal der Venezia Collective Kollegen, trafen wir auf die uns bekannte Performerin Diana de Lange. Kurzerhand entschieden wir uns, ihr und ihreren Begleitern zu folgen und ein paar Fotos mit ihr zu machen. Da wir uns unsicher waren, ob es ein privates Fotoshooting war, haben wir vorab gefragt, ob wir die Gruppe ein bisschen begleiten durften. Es gehört in einer solchen Situation einfach zum guten Ton zu fragen. Zur Mittagszeit hin trafen wir auf weitere Performer und Fotorgafen. Da sich zu dieser Zeit auch der Hunger bemerkbar machte, legten wir wieder im Stammlokal der Venezia Collective Gruppe eine Pause ein. Während unser Kaffepause am Morgen war es recht leer und daher einfach einen Platz zu bekommen. Nun am Mittag war es sehr voll und wir hatten Glück das unser Tisch gerade frei wurde. Und obwohl Burano ein klares Touristenziel ist und das essen im Lokal Bar Sport sehr gut schmeckt, war der Preis, gemessen an anderen Restaurants, die wir besucht hatten, ganz human. Nach der Stärkung wollten wir uns noch etwas in den kleineren Gassen Buranos umschauen, bevor wir uns auf den Weg zum Anleger machen. Auf der Rückfahrt war das Vaportetto aus kaufmännischer Sicht optimal genutzt und wir hatten sehr viel Glück es noch an Bord zu schaffen. Nach kurzer Zeit kamen wir mit anderen Fotografen neben mir in Gespräch. Wir tauschten uns etwas über unsere Fotos auf Burano aus und kamen auch recht schnell auf unser Equipment zu sprechen. Während meiner Zeit in Venedig wurde ich oft auf mein geliebtes Samyang AF 50mm angesprochen. Viele sind dem Objektiv gegenüber sehr skeptisch und bleiben lieber den original Sony Objektiven. Doch auf der Rückfahrt wurde ich überrascht. Einer der Fotografen war von dem Samyang auch sehr angetan. Wie das so ist, wenn man anfängt über Equipment zu reden, verging die Zeit recht schnell. So waren wir gefühlt schon nach 15 Minuten wieder am Anleger Fondamente Nova auf Venedig.

 

 

 

 

Murano

Um dem Trubel der Stadt zu entkommen, hatten wir uns Freitags entschlossen nach Murano zu fahren. Vom Anleger San Zaccaria fuhren wir mit dem Vaporetto ungefähr eine halbe Stunde mit dem Vaporetto. Die Inselgruppe liegt nordöstlich der Altstadt und ist besonders bekannt für ihre Glaskunst. Murano besteht aus 7 Einzelinsel. Ingesamt 11 Brücken überspannen die 8 Kanäle von Murano. Die Inselgruppe ist sehr flach und erreicht nur eine Höhe von einen Meter. Wie überall in der Lagune von Venedig sieht man daher Hochwasserschutzvorichtungen an den Haustüren. Im Gegensatz zu Burano sind die Häuser nicht knallbunt angemalt. Obwohl Murano duch Touristen gut besucht ist, sieht man viele verkommene Häuser. Es gibt aber auch einige schöne Häuser. Besonders angetan hatte es mir ein Haus, dass mich an Kuba denken lassen hat. In unmittelbarer Nähe zum Vaporetto Anleger befand sich die Basilica di Santa Maria e San Donato. In den vielen Gassen konnte man durch die Fenster Glaskünstler beobachten. Leider mögen die meisten von Ihnen es gar nicht gerne, wenn man Sie oder ihre Arbeit fotografiert. Eine Glaskünstlerin hatte es uns aber gestattet in ihr Atellier zu kommen. Es war faszinierend. auf ihrer Werkbank lagen viele dünne Glasstangen in den unterschiedlichsten Farben. Während Sie ein bisschen erklärte, wie Sie ihre Kunstsücke anfertigt, gab sie einer anderen Touristin Unterricht. Obwohl Sie sehr aufgeschlossen war und geduldig unsere vielen Fragen beantwortete, bat sie uns keine Fotos von den fertigen Kunstwerken zu machen. Dem kamen wir natürlich nach. Nachdem wir den Besuch der Insel auch genutzt hatten um Andenken zu kaufen, haben wir um die Mittagszeit ein kleines Lokal mit außengastronomie aufgesucht. Die Sonne verwöhnte uns sehr und so entschieden wir uns draußen zu essen. Während wir auf das Essen warteten, machten wir bereits Pläne für den Abend. Zwei Performer, die schon häufiger mit dem Jungs vom Venezia Collective geshootet haben, hatten sich für diesen Abend angekündigt. Wir machten einen Treffpunkt mit Ihnen per WhatsApp aus und gingen zum nächsten Fähranleger am Leuchtturm vom Murano. Von dort aus fuhren wir zum Anleger Fondamente Nova.